Spannbettlaken in Übergröße

Ein Boxspringbett, Wasserbett, eine hohe Matratze oder eine Kombination aus Matratze und Topper bringen eine andere Anforderungen an den Bezug mit sich, als ein Standardbett. Die herkömmlichen Matratzen sind genormt und die dazu passenden Spannbettlaken können nahezu auf jede Matratze gezogen werden. Anders bei Übergrößen. Die Polster der Betten sind höher oder breiter und obenauf liegt zumeist noch ein Topper.

Ein unpassendes Bettlaken kann schnell unangenehm werden: Passt die Steghöhe nicht, sitzt das Bettlaken nicht stramm genug, es entstehen unbequeme Falten, die beim Liegen stören. Ist das Spannbettlaken zu klein, rutscht es herunter und man wacht morgens in einem Wust aus Laken auf.

Spannbettlaken in Übergröße - Steghöhe?

Der Steg ist die seitlich am Laken liegende Naht, welche an den Ecken der Matratze platziert wird und somit für einen optimalen Halt sorgt. Die Steghöhe beschreibt die Seitenhöhe der Matratze oder Kombination aus Matratze und Topper. Die Steghöhe beim Spannbettlaken sollte mindestens 5 besser 10 cm höher sein. Die Standard-Spannbettlaken weisen häufig eine Steghöhe von weniger als 25 Zentimetern auf.  Je dehnbarer der Stoff ist und je fester der Gummizug sitzt, desto niedriger kann die Steghöhe ausfallen. Achten Sie aber darauf, die 5 cm nicht zu unterschreiten, da das Bettlaken sonst verrutscht.

Worauf ist beim Kauf zu achten?

Spannbettlaken in Übergröße gibt es in verschiedenen Materialien. Die Wahl liegt zwischen Bettlaken aus Naturmaterialien wie Baumwolle, Seide und Leinen, oder synthetischen Fasern wie Polyester.

Baumwolle

Das wohl häufigste Material für Spannbettlaken in Übergröße ist Baumwolle. Die Naturfaser sorgt für einen idealen Wärme-Kälte-Ausgleich, indem sie im Winter wärmt und im Sommer kühlt. Baumwolle ist atmungsaktiv und verringert so das nächtliche Schwitzen. Außerdem ist sie hautfreundlich und somit gut für Menschen mit empfindlicher Haut geeignet. Darüber hinaus sind die Baumwollfasern sehr saugfähig und können bis zu 20 % ihres eigenen Gewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen. Baumwolle ist also ideale geeignet für Menschen, die häufig schwitzen. Darüber hinaus ist reine Baumwolle biologisch abbaubar und schont Umwelt und Grundwasser.
Der Nachteil der Baumwolle ist, dass sie schnell knittert und ausbeult. Deshalb sind viele Spannbettlaken aus Baumwolle mit einem geringen Elastananteil versehen. Diese Kunstfaser verhindert eine Faltenbildung und sorgt für einen optimalen Sitz des Lakens auf der Matratze.

Leinen

Leinen wird aus Flachs hergestellt. Der große Vorteil von Spannbettlaken in Übergröße aus Leinen ist die Kühlung bei hohen Temperaturen. Der Stoff sorgt für eine angenehme Belüftung der Haut und vermindert ein nächtliches Schwitzen. Außerdem kann er sehr viel Feuchtigkeit aufnehmen. Die Oberflächen von Spannbettlaken in Übergröße aus Leinen ist leicht rau, der Stoff fühlt sich angenehm trocken und sanft auf der Haut an. Auch Leinen ist als Naturmaterial komplett biologisch abbaubar und schont bei jeder Wäsche das Grundwasser. Der Nachteil von Leinen ist, dass der Stoff sehr schnell knittert.

Seide

Seide wird aus den Puppen der Seidenraupe gewonnen. Das Naturmaterial ist somit nicht für Veganer geeignet. Davon abgesehen ist die Seide ebenfalls umweltfreundlich und biologisch abbaubar. Seide hat, ebenso wie Baumwolle, kühlende und wärmende Eigenschaften, je nach Lufttemperatur. Auch sie kann große Mengen an Feuchtigkeit speichern und sorgt damit für ein angenehm trockenes Schlafklima. Das Material ist sehr anschmiegsam und wirkt edel und zart. Spannbettlaken in Übergröße aus Seide sind langlebig, allerdings ist bei der Wäsche Vorsicht geboten: Die meisten Seidenstücke dürfen lediglich per Hand bei milden Wassertemperaturen gewaschen werden.

Elastan

Das Kunstgewebe Elastan ist sehr dehnbar und sorgt bei Spannbettlaken in Übergröße für eine hervorragende Passform und leichtes Aufziehen. Elastan wird vielen Naturgeweben beigemischt, ein kleiner Anteil reicht schon aus, um die Passform zu verbessern und die Bildung von Fusseln zu verringern.

Polyester

Polyester ist eine günstige Alternative zu Naturmaterialien. Die Fasern trocknen sehr schnell, sodass auch stark schwitzende Menschen in angenehm trockenem Klima schlafen können. Die Polyesterfasern sind sehr fein und weich und fühlen sich angenehm auf der Haut an. Der Nachteil von Kunstfasern ist, dass sich beim Waschen winzige Kunststoffpartikel lösen können, die mit dem Wasser in die Umwelt gelangen. Außerdem sind die Fasern nach dem Entsorgen nicht biologisch abbaubar.

Spannbettlaken in Übergröße - Die Qualität

Die Qualität der Gewebe von Spannbettlaken in Übergröße ist eines der wichtigsten Auswahlkriterien beim Kauf von Spannbettlaken. Hierbei gilt: je dicker der Stoff ist, desto langlebiger ist das Spannbettlaken in Übergröße. Auch die Art und Verarbeitung sind wichtig.

Grammatur

Dieser Fachausdruck bezeichnet die Dichte eines Textils in Gramm pro Quadratmeter (g/m²). Je höher die Grammatur ist, desto robuster und langlebiger ist das Spannbettlaken in Übergröße. Zudem ist ein dickerer Stoff auch formstabiler und lässt sich besser auf die Matratze aufziehen, als ein dünner.

Zum Vergleich: Ein herkömmliches leichtes Sommer-T-Shirt hat eine Grammatur von 150g/m². Ein schwereres Sweatshirt hat eine Grammatur von 270g/m². Haben Sie diese Vergleichswerte im Kopf, können Sie die Dicke des Stoffes gut einschätzen.

 Waschbarkeit

Dickere Stoffe saugen mehr Flüssigkeit auf, als dünne. Wer also viel Schwitzt, sollte unbedingt auf eine hohe Grammatur achten. Auch die Waschbarkeit ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Je dicker der Stoff, desto mehr Wäschen kann er problemlos aushalten. Allerdings trocknet ein dichter gewebter Stoff langsamer, als ein dünner.
Wer beim Schlafen vermehrt Flüssigkeiten verliert, sollte darauf achten, dass das Bettlaken bei hohen Temperaturen waschbar ist. Reine Baumwolle ist hierfür besonders gut geeignet.

Zertifizierungen

Abgesehen von Unterwäsche ist kaum ein Textil so nah und so lange direkt auf unserer Haut, wie Bettwäsche. Deshalb ist es hier ganz besonders wichtig, auf umweltfreundliche und allergenarme Verarbeitung zu achten.

Mittlerweile existieren verschiedene Zertifizierungen für Heimtextilien. Diese sind zum Beispiel:

Better Cotton Initiative (BCI)
Die gemeinnützige Organisation setzt sich für die Verbesserung von Arbeits- und Umweltbedingungen in der Baumwollindustrie ein.

Blauer Engel-Textilien
Das staatliche Label ist vielen Verbrauchern ein Begriff und steht für umweltschonende Produktionsketten von Anfang bis Ende. Dies gilt sowohl für Natur- als auch Kunstfasern.

Öko-Tex-100
Die Internationale Gemeinschaft für Forschung und Prüfung auf dem Gebiet der Textilökologie zertifiziert gesundheitlich unbedenkliche Textilien. Darüber hinaus besteht allerdings kein unbedingter Nachhaltigkeitsgedanke, die meisten Produkte stammen aus herkömmlicher Produktion.

Öko-Tex- Made in Green
Dieser Ableger des Öko-Tex-100 garantiert über dessen Anforderungen hinaus eine soziale und umweltfreundliche Produktion

GOTS
Der Global Organic Textile Standard wird ausschließlich den Textilien verliehen, die zu mindestens 70% aus ökologisch erzeugten Fasern bestehen, darüber hinaus sollen soziale und umweltfreundliche Produktionswege eingehalten werden.